02.10.2026
FEB: Arbeitskreis Technik traf sich bei Ardex
Firmeninfos
Der Arbeitskreis Technik des
Fachverbands der Hersteller elastischer Bodenbeläge der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) traf sich kürzlich in der Ardex Academy in Witten. 24 Produkt- und Anwendungstechniker folgten der Einladung an den Hauptsitz des Verlegewerkstoffherstellers. Der FEB-Vorsitzende Volkmar Halbe und Martin Kupka, Leiter der Ardex-Anwendungstechnik, begrüßten gemeinsam die Gäste und freuten sich über die sehr gute Beteiligung an dem Termin. Als neue Gesichter in der Runde konnten Karolina Jagla (TFI Aachen) und Stefan Niemann (Tramex) begrüßt werden.
Volkmar Halbe referierte sogleich über aktuelle Themen der Branche, wie beispielsweise Neues bei Regulierung und Normung. Auch die umfangreiche Literatur des FEB, wie der Technic Explorer und die Technischen Informationen, wurden diskutiert. Neu erschienen ist kürzlich der Leitfaden „FEB TI 9 – Messung und Beurteilung der Feuchte von Estrichen“. Zudem sprachen die Anwesenden über Messeaktivitäten in der Branche: Die nächste Ausgabe der BAU findet bereits vom 11. bis 15. Januar 2027 in München statt.
Cornelia Schiffer und Karolina Jagla vom TFI Aachen referierten über Nachhaltigkeit und Re-Use von elastischen Bodenbelägen. Das TFI sieht Potenzial bei der Wiederverwendung von lose verlegten elastischen Bodenbelägen sowie Klick-Belägen und sucht nach Verfahren zur Bewertung der Qualität der Altbeläge. Außerdem beschäftigt sich das Institut mit der Ergonomie und Physiologie bei harten Untergründen. Workshop-Angebote und Informationen zur neuen Bauproduktenverordnung 2024/3110 rundeten den Vortrag ab.
Rechtliche Herausforderungen
der Anwendungsberatung
Martin Kuschel ist der Branche als erfahrener Jurist mit den Tätigkeitsschwerpunkten Bau- und Bauproduktenrecht, Sachverständigenrecht sowie Architektenrecht bekannt. In Witten sprach er über die alltäglichen Herausforderungen der Anwendungsberatung, wie z. B. die Unterschiede zwischen Werk- und Kaufvertrag sowie unterschiedliche Formen der Beratung. „Keine Haftung für einen Rat oder eine Beratung, aber umfassende Haftung für die Richtigkeit eines Planungsvertrages“, lautete die Kernaussage seines Vortrags.
Zum Abschluss standen Vinyl-Bodenbeläge im System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) auf der Agenda. Das DGNB-System bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden. Es berücksichtigt dabei ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte der Bauprodukte. Hierzu haben DGNB, FEB und Vinylplus Deutschland – das Selbstverpflichtungsprogramm der europäischen PVC-Industrie – ein Informationspapier erstellt, um offene Fragestellungen zur Bewertung von Vinyl-Bodenbelägen im Rahmen des DGNB-Systems zu klären. Das Ergebnis: Gebäude mit Vinyl-Bodenbelägen können im System der DGNB höchste Bewertungen (Gold- und Platin-Status) erreichen. Auch die Label „TÜV Proficert-Product Interior“ vom TFI Aachen und „Indoor Air Comfort Gold“ von Eurofins, die viele FEB-Mitglieder bereits verwenden, sind seit mehreren Jahren für Stufe 4 als gleichwertig in Bezug auf die VOC-Emissionen anerkannt.
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