01.10.2026
GEV: Neue Broschüre zu emissionsarmen Dichstoffen
Firmeninfos
Das Emicode-Zeichen steht für geringste Emissionen bei vielen Arten von Bauprodukten und unterstützt damit ganzheitliche Nachhaltigkeitsansätze – auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Auch Fugendichtstoffe und Fugendichtungsbänder mit Emicode-Zertifizierung leisten einen wichtigen Beitrag zu wohngesunden Gebäuden, wie eine neue Broschüre der
Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte (GEV) im Detail darlegt.
Die Forderung nach Nachhaltigkeit ist auch bei der Arbeit von Architekten, Bauingenieuren, Bauausführenden und Baustoffhändlern ein ständiger Begleiter. Gemäß dem „Drei-Säulen-Modell“ umfasst der Begriff Nachhaltigkeit ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte. Bei der Bewertung von Bauprodukten steht meist der ökologische Gesichtspunkt im Vordergrund. Es wird erwartet, dass die Fertigung von Bauteilen schadstoffarm sowie ressourcen- und energieschonend erfolgt. Diese gewährleisten wiederum eine langfristige, umweltschonende und wohngesunde Nutzung des Gebäudes. Dass Bauprodukte und Bauteile ihre Funktion möglichst emissionsarm erfüllen, ist von größter Bedeutung, da Nachhaltigkeitsanforderungen hinsichtlich Luftdichtheit und Energieeffizienz inzwischen zu einem geringeren Luftaustausch im Gebäude führen. Höhere Schadstoffkonzentrationen und eine längere Verweilzeit von Ausgasungen können bei schlechter Lüftung daher gesundheitliche Beeinträchtigungen der Gebäudenutzer zur Folge haben.
Diese Problematik zeigt sich bei der Verwendung von Fugendichtstoffen und Fugendichtungsbändern, die für die Luftdichtheit eines Gebäudes eine zentrale Rolle spielen. Die Materialien kommen in unterschiedlicher Form zum Einsatz. So gibt es spritzbare (pastöse) Fugendichtstoffe, Fugendichtungsbänder, spritzbare Baufolienklebstoffe, Schäume und vorgefertigte Bänder auf Butylbasis. Allen gemeinsam sind elastische Eigenschaften. Dadurch kompensieren sie die zum Beispiel durch Temperaturschwankungen bedingte Bewegung aneinander angrenzender Bauteile dauerhaft und gewährleisten so eine langfristige Abdichtung. Das macht sie so vielseitig. Dichtstoffe werden in Fassaden, an Fenstern und Verglasungen, im Sanitärbereich und in Bodenfugen verarbeitet. Dichtungsbänder kommen vor allem im Bereich Fenster und Türen zum Einsatz, um schlagregendichte und diffusionsoffene Außenabdichtungen oder luftdichte Innenabdichtungen von Anschlussfugen herzustellen, damit keine Zugluft entsteht.
Von den genannten Produkten gibt es eine große Vielfalt am Markt. Wertvolle Hilfestellung beim Durchforsten des Produktdschungels für alle am Bau Beteiligten leistet das Gütesiegel Emicode der 1997 gegründeten Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte. Mit der Produktkennzeichnung Emicode schafft die GEV Transparenz, hebt sich von nicht vergleichbaren Umweltwerbeaussagen ab („Greenwashing“) und bietet so eine objektive Auswahlhilfe. Damit hat sich der Emicode als herstellerneutrales, Qualitäts- und Umweltsiegel etabliert, das auch bei den großen nationalen und internationalen Zertifizierungssystemen für Nachhaltigkeit wie DGNB, BREEAM und LEED Berücksichtigung findet.
Dieses Standing kommt nicht von ungefähr. Denn damit ein Hersteller seinen Fugendichtstoff oder sein Fugendichtungsband mit dem Emicode-Siegel kennzeichnen und bewerben darf, verpflichtet er sich, dass sein Produkt mehrere ökologische Kriterien erfüllt. Grundsätzlich ist eine Reihe von Stoffen in Emicode-Produkten gar nicht oder nur in äußerst geringen Mengen und Konzentrationen zugelassen. Externe Prüflabore stellen sicher, dass insbesondere flüchtige karzinogene Bestandteile sowie flüchtige und schwerflüchtige Stoffe VOCs nur in solchen Konzentrationen vorkommen, die die Einhaltung der NIK-Werte (steht für niedrigste interessierende Konzentration) und des R-Werts (steht für Risikoindex) sicherstellen. Alle Fugendichtstoffe und Fugendichtungsbänder gibt es auch mit den anspruchsvollsten Emicode-Einstufungen EC 1 und EC 1 Plus. Die so lizenzierten Produkte genügen höchsten Anforderungen an Anwender-, Verbraucher- und Umweltschutz.
Allen am Bau Beteiligten, die sich noch intensiver mit der Thematik auseinandersetzen wollen, sei die neue GEV-Broschüre „Einfluss von Fugendichtstoffen und Fugendichtungsbändern auf die Nachhaltigkeit von Gebäuden“ empfohlen. Fachleute erhalten hier detaillierte Informationen zu Begriffen, Schadstoffen und Grenzwerten sowie zum Prüfsystem der GEV. Die 12-seitige Publikation steht unter www.emicode.com zum
Download bereit.
Der FussbodenTechnik-Newsletter: Hier kostenlos anmelden